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Massengrab Marienburg an Weihnachten vergessen

Marienburg / Malbork - Im Herbst 2008 war das Zentrum der früheren deutschen Stadt Marienburg / Westpreussen, die heute zu Polen gehört und Malbork heisst, Schauplatz von grausigen Entdeckungen gigantischen Ausmaßes. Anwohner hatten beobachtet, wie Mitarbeiter der Stadtreinigung nach Anbruch der Dunkelheit aus einer Baugrube im Schnellverfahren säckeweise menschliche Überreste bargen und zu einem ehemaligen deutschen Friedhof ausserhalb von Malbork transportierten.

Hier hob man ebensoschnell ein Loch aus und schüttete den Inhalt der Säcke hinein und warf Erde hierauf. Zeugen die diese unglaublichen Vorgänge beobachtet hatten, unterrichteten gleichzeitig Polizei, Staatsanwaltschaft und Medien. Wie sich später herausstellen sollte, hatte man auf dem Friedhof von Wielbark (Früher Willenberg) die Überreste von mindestens 67 jungen Menschen begraben, die allesamt Einschusslöcher in ihren Schädeln aufwiesen. Heute wissen wir, dass diese ersten so würdelos "exhumierten" und "bestatteten" Toten nur die Spitze eines Eisberges waren. In den folgenden Monaten sollten über 2000 weitere Opfer aus einem angeblich bis dahin unbekannten Massengrab "geborgen" werden. Weihnachten ist Zeit hieran zu erinnern.

Kein Denkmal für die Toten von Marienburg

"Polskaweb"-Mitarbeiter waren an Heiligabend 2010 in Marienburg. Mit Schrecken mussten man feststellen, dass das inzwischen mit Gras überwachsene ehemalige Massengrab, Anwohnern und Gästen der Stadt als "wilder" Parkplatz und leeren Bierdosen sowie anderem Kleinmüll als Deponie diente. Die Suche nach der schon vor zwei Jahren versprochen Gedenktafel an diesem grausigem Ort verlief ergebnislos. Die Würde von lebenden- und toten deutschen Opfern haben die Stadtoberen also einmal mehr mit Füßen getreten. Keine Hinweise mehr von den Greueltaten die hier vor Jahrzehnten hauptsächlich an Frauen, Kindern und Jugendlichen begangen worden waren. Wohin also mit unseren Kerzen und Blumen? Wir fuhren nach Willenberg um hier auf dem Friedhof ersatzweise namenlose Kindergräber zu schmücken. Aber auch hier erwartete uns eine nicht minder "schändliche" Überraschung. Waren wir doch bisher davon ausgegangen, dass die ersten Toten aus dem Marienburger Massengrab später zusammen mit allen anderen auf eine Kriegsgräberstätte in Neumark bei Stettin überfuhrt worden waren, so mussten wir nun feststellen, dass auch dies eine Lüge von Verantwortlichen gewesen sein muss, denn die Grabstelle welche erst nach aufkommendem Medieninteresse auch Schauplatz einer offiziellen Beerdigungszeremonie wurde, scheint weiterhin vorhanden zu sein.

Schädel von 600 Toten verschwunden

Wir erinnern daran, dass wir damals aufgrund von Indizien, Meldungen und Zählungen fest davon ausgegangen waren, dass es mindestens 2.700 Menschen waren, die nach Kriegsende in Marienburg nackt und ohne jegliche Gegenstände, ausser drei Münzen, zwei Brillengläsern und einem Flakon aus deutscher Produktion, in Katakomben unter dem ehemaligem Polnischen Haus im Zentrum der Stadt verscharrt worden waren. Offizielle Zwischenmeldungen während der Exhumierungen aus dem April 2009, als man von bereits über 2.500 geborgenen Schädeln sprach, bestätigten zu diesem Zeitpunkt in etwa unsere Zahlen. Heute sind es offiziell nur noch die Überreste von 2116 Menschen die in dem Marienburger Massengrab gefunden wurden. Zumindest für "Polskaweb" und einigen kundigen Marienburgern ist es klar, dass es also noch ein weiteres "Grab" oder wie zuletzt in Westpommern entdeckt, auch eine Müllkippe geben muss, auf welcher die jetzt fehlenden etwa 600 Toten ihre "letzte Ruhstätte" verordnet bekamen. Polnische Spezialisten hatten nur eine Handvoll Tote aus dem Massengrab untersucht und wie üblich nach einem "deutschen Fund" aus Zeiten des Krieges und vor allen Dingen danach, von möglichen Opfern von Krankheiten und wild um sich schiessender Russen gesprochen. Hinweise auf Verbrechen ergab die gerichtsmedizinische Recherche bei der "Auswahlt" natürlich nicht.

Schussverletzungen "wegretouschiert"

Warum die Toten aus dem Massengrab alle nackt in einem angeblichen Bombentrichter verscharrt wurden, können uns offzielle Stellen bis heute nicht erklären. Dies betrifft die Frage warum es plötzlich keine Schädel mehr mit Einschusslöchern gibt. Mitarbeiter der Marienburger Stadtreinigung, die schon kurz nach dem Fund des Massengrabes zu Exhumierungs- Spezialisten befördert wurden und mit Baggern an die Arbeit gingen, erklärten noch im Januar 2009, im Beisein eines stellvertretenden Bürgermeisters, dass etwa 10 Prozent der bis dahin geborgenen Schädel Schussverletzungen aufwiesen. Es waren vor allen Dingen deutsche- und polnische Journalisten, Behörden und Politiker sowie der Volksbund Kriegsgräberfürsorge, die von Anfang an Krankheiten und die Russen für das Massengrab in Marienburg verantwortlich machten, ohne hierzu auch nur einen einzigen Beweis zu besitzen. "Polskaweb" glaubt zu wissen warum man sich so verhielt und verhält. Gleichwohl liegen uns viele Aussagen und unzählige Indizien vor, dass das Marienburger Massengrab, auch für Behörden in Polen und Deutschland, zu keiner Zeit ein Mysterium war. Es gibt tausende solcher ziviler Massengräber in Polen, speziell auch in den ehemals deutschen Gebieten im Osten überhaupt. Alle Umstände und kollektive Verschleierungen weisen darauf hin, dass wir es mit einer sehr speziellen Tätergruppe zu tun hatten und heute noch haben.

...

Quelle:
http://polskaweb.eu, Nachrichten Aktuelles, 25.12.2010,
http://polskaweb.eu/massengrab-marienburg-an-weihnachten-vergessen-8958783.html


Die Toten mahnen

Die Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Westpreußen, Sibylle Dreher, hat sich am Volkstrauertag mit einem bewegenden Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt. Hier ist ein Auszug:

Als im Oktober 2008, vor über 2 Jahren ein Massengrab in Marienburg bei Bauarbeiten entdeckt wurde, schwieg sowohl die deutsche als auch die polnische Regierung. Sie schweigen noch immer - sieht so Versöhnung über den Gräbern aus?

Polnische Bürger der Stadt Marienburg/Malbork sorgten dafür, dass die polnischen Verantwortlichen nicht darüber hinweggingen und die Gebeine der Toten bargen, zählten und untersuchten. Es waren Skelette von über zweitausend zivilen deutschen Toten. Eine präzise Untersuchung des riesigen Massengrabes wurde nicht vorgenommen. Es wurde nichts vermessen, nicht systematisch fotografiert; die Knochen wurden ausgebuddelt ohne besondere Sorgfalt und Fachkunde. Das gerichtsmedizinische Gutachten wurde nur über weniger als 30 Knochenreste erstellt. Die Ermittlungen wurden den polnischen Behörden überlassen. Es ist sicher, dass das Auswärtige Amt vermeidet, sich in dieser deutschpolnischen Frage um Aufklärung zu bemühen.

Mehrere Marienburger baten um Auskunft über die Identität der Toten, über den Todeszeitpunkt und die Ursachen und Umstände des Todes. Warum waren die Toten ohne jede Bekleidungsreste, also nackt? Wie kamen sie alle in dieses Grab, wo ehemals die Kellergewölbe eines zerschossenen Hotels lagen? Wer wusste davon, bevor Bauarbeiter es entdeckten? Es ist bekannt, dass es noch viele Massengräber mit deutschen Opfern in den deutschen Heimatgebieten gibt.

Auf meinen Brief reagierte die zuständige Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, bis heute gar nicht. Es schweigen auch die Verantwortlichen der Deutsch-polnischen Gesellschaft und andere Politiker, die Kenntnis von dem Brief haben. Bei über 2.000 deutschen Toten in Polen sollte den Historikern die Aufklärung übertragen werden, denn in den Archiven in Marienburg/Malbork und in Deutschland gibt es die Zeitzeugenberichte. Es müsste sich nur jemand zuständig fühlen; die Beauftragte für die deutsch-polnischen Beziehungen Pieper schweigt. - Stand 14.11.2010

Ermittlungen eingestellt

Russische Behörden sollen der polnischen Staatsanwaltschaft mitgeteilt haben, in russischen Archiven seien keine Dokumente zu finden, die zur Aufklärung der Todesumstände der im Marienburger Massengrab aufgefundenen Toten beitragen.

Die polnische Staatsanwaltschaft hat - nach polnischen Presseberichten - die Ermittlungen eingestellt. - Stand 03.12.2010

Quelle:
www.heimatkreis-marienburg.de/die_toten_von_marienburg.html
© copyright Hans Joachim Borchert

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PDF-Datei:
 Rätselhafter Fund - Dokumentation

Berichte zum Massengrab Marienburg:
25.12.2010: Massengrab Marienburg an Weihnachten vergessen;
03.06.2010: Tausende unschuldige Tote und kein Kläger;
03.06.2010: Gerichtsmediziner gehen nicht von Massaker aus;
28.10.2009: Massaker von Marienburg erfolgreich verschleiert;
22.08.2009: Zusammenfassung der Ereignisse;
22.08.2009: Video-Berichte auf Ostpreußen-TV;
15.08.2009:  Opfer aus Marienburg bei Stettin beigesetzt;
15.08.2009:  Marienburg kein Wallfahrtsort für Neonazis;
14.08.2009:  Letzte Ruhe in Neumark nach mehr als 60 Jahren;
12.08.2009:  Opfer von Marienburg werden beigesetzt;
09.08.2009:  SPD nicht an deutschen Opfern interessiert;
20.07.2009:  Gazeta Wyborcza: Wer hat in Marienburg getötet?;
29.06.2009:  Zivile Massengräber - Volksbund zeigt Vernunft;
27.06.2009:  Frauen und Kinder auf Soldatenfriedhof;
24.06.2009:  Die Toten von Marienburg weiterhin ohne Ruhestätte  (mit Video);
08.06.2009:  Marienburger Massengrab: Tausend tote Frauen, hunderte tote Kinder;
29.05.2009:  Über 1.000 Frauen im Marienburger Massengrab;
06.05.2009:  Ausgräber finden im Marienburger Massengrab 2.500 Skelette;
25.04.2009:  Zeuge stirbt vor polnischem IPN-Staatsanwalt;
12.04.2009:  Was unterscheidet Marienburg von Katyn?;
03.04.2009:  Schockierend: Zahl der Opfer in Marienburg schon 2.400;
18.03.2009:  Marienburg: Auch Kriegsgräberfürsorge bildet jetzt Meinungen;
18.03.2009:  Schindluder mit den Toten von Marienburg;
28.02.2009:  Marienburg: Kein Hotel auf dem Massengrab;
11.02.2009:  Staatsanwaltschaft präsentiert Zeugenliste;
09.02.2009:  Regierung bemüht sich um Aufklärung;
07.02.2009:  Massengrab Marienburg: Heuchler, Lügner und Grabschänder;
31.01.2009:  »Das ist der rechtliche Standard, den wir angemahnt haben«;
31.01.2009:  Bisher nur Mosaiksteinchen;
25.01.2009:  Polnische Medien: Wurde Massengrab in Marienburg vertuscht?;
23.01.2009:  Massengrab Marienburg - Kein Verbrechen der Russen?;
17.01.2009:  Massengräber stellen die deutsche Versöhnungspolitik auf die Probe;
17.01.2009:  Aufklärung ist möglich;
17.01.2009:  Viele zivile Opfer in diesem Raum – Zwei neue Zeugenaussagen;
14.01.2009:  Massengrab Polen: Behörden im Widerspruch;
10.01.2009:  Auswärtiges Amt hält sich für nicht zuständig;
10.01.2009:  Das Geheimnis um das Massaker von Marienburg;
07.01.2009:  Berlin schweigt zu gigantischem Massengrab in Polen  (mit Video);
07.01.2009:  Massengrab: Polen entdecken immer mehr deutsche Opfer;
30.12.2008:  Marienburg ein polnisches Katyn? Schon 1.500 Schädel gefunden;
29.12.2008:  Kriegs-Verbrechen oder Kriegs-Folge?;
10.12.2008:  Massengrab nahe der Marienburg entdeckt;
06.12.2008:  Großes Massengrab mit Zivilisten in Polen entdeckt;
 


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