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Kalter Krieg

 


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Ein Sender spielt Kalter Krieg
Rudolf Friedrich: »System gegen Heimatvertriebene« im Hessischen Rundfunk
Ein Beitrag von Konrad Badenheuer

Zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik ist vieles noch nicht im Lot. Das wird auch an der wissenschaftlich verbrämten Polemik deutlich, mit der der Hessische Rundfunk die Sudetendeutschen nun wieder überzog.

Vom Hessischen Rundfunk haben die Vertriebenen seit Jahren nichts Gutes mehr zu erwarten. Trotz einer seit neun Jahren amtierenden CDU-Regierung, die den Vertriebenen in vielen Formen hilft, erweckt die Fernsehredaktion des HR den Eindruck, daß die 3,2 Millionen Sudetendeutschen in den Jahren 1945/1946 letztlich zu Recht aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Diese Tendenz der Berichterstattung, die noch im Zeichen des Kalten Krieges steht und vielseitige Versöhungsanstrengungen junger Tschechen ignoriert, hat zuletzt sogar noch zugenommen. Die Ende September von der ARD bundesweit ausgestrahlte HR-Produktion „Die Sudetendeutschen und Hitler“ zeichnete nicht nur durch tendenziöse Weglassungen und schiefe Tatsachenbehauptungen ein völlig falsches Bild. Auch direkte Verfälschungen trugen zu der Schlußfolgerung bei, den Sudetendeutschen sei es in der Tschechoslowakei insgesamt gut gegangen und sie seien letztlich grundlos als begeisterte Nazis Hitler in die Arme gelaufen.

Bei den direkten Fälschungen verblüffte sachkundige Beobachter beispielsweise die These, bei den am 4. März 1919 mit Waffengewalt niedergeschlagenen Demonstrationen von Hunderttausenden Sudetendeutschen gegen die Annexion ihrer Heimat durch die Tschechoslowakei habe ein Deutscher zuerst geschossen, und im übrigen seien die Toten auf deutscher Seite (übrigens 54 an der Zahl, davon zwei sudetendeutsche Juden) auf „Querschläger“ zurückzuführen. Weder für das eine noch für das andere gibt es Hinweise, ja: Nicht einmal die kommunistische tschechoslowakische Propaganda hat so etwas behauptet. Die Theorie vom „Querschläger“ kann schon deswegen nicht stimmen, weil an diesem denkwürdigen Tag in sieben Städten gleichzeitig friedliche deutsche Demonstranten über den Haufen geschossen wurden. In Kaaden, wo es am schlimmsten war, wurden allein 22 Deutsche tot oder tödlich verwundet vom Platz getragen – mit Querschlägern ist das nicht zu „schaffen“.

„Es ist schon bemerkenswert, daß die Polemik des öffentlich finanzierten Hessischen Rundfunks gegen die Sudetendeutschen im Jahre 2008 in diesem Punkt inzwischen sogar die Propaganda des Husak-Regimes übertrifft“, staunt der US-amerikanische Historiker und Völkerrechtler Alfred de Zayas über die intellektuellen und moralischen Probleme dieses Senders. Da die Vertreibung in den neuen Produktionen in der Tendenz gerechtfertigt würde, sei zu prüfen, ob der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt sei. „Das deutsche Recht ist in diesem Punkt ziemlich streng, gerade im internationalen Vergleich“, erläutert de Zayas. „Es ist keine Lappalie, ein genozidisches Verbrechen wie die Vertreibung der Sudetendeutschen so abzuhandeln. In letztlich ähnlich gelagerten Fällen sind deutsche Gerichte mit Geld- und auch Haftstrafen nicht zimperlich“, empfiehlt der US-Jurist die Prüfung juristischer Schritte.

Dabei sei insbesondere zu klären, inwieweit sich der Sender mit der am Schluß des ersten Teils unkommentiert wiedergegebenen Aussage eines Tschechen, die Sudetendeutschen seien „Landesverräter“ gewesen, identifiziert habe. „Diese Aussage blamiert zunächst einmal denjenigen, der sie macht. Eine Gruppe von über drei Millionen Menschen kann gar nicht als Kollektiv eine so genau qualifizierte Straftat begehen.“ Es wäre von daher eine Pflicht der HR-Redaktion gewesen, diese „peinliche Bloßstellung“ des tschechischen Zeitzeugen zu unterlassen. „Aber so sorgfältige Erwägungen wurden dort wohl gar nicht angestellt, und auf den Gedanken, daß dieser Ausschnitt das tschechische Volk mehr beleidigen könnte als die sudetendeutsche Volksgruppe, ist offenbar niemand gekommen“, staunt de Zayas, der in seinem Buch „Die Nemesis von Potsdam“ ausführlich die Hintergründe des Münchner Abkommens beleuchtet, über die Zustände beim HR. Er hält es für möglich, daß manche von dessen Redakteuren tatsächlich der Meinung seien, Hunderttausende Sudetendeutsche hätten gemeinschaftlich etwas getan, was dem Landesverrat nahekommt.

Der Beauftragte des Landes Hessen für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Friedrich, hat wegen der drei Sendungen dem Intendanten des HR geschrieben: „Auch die dritte Sendung unter dem Titel ,Die Wahrheit über das Münchner Abkommen‘ zeigte deutlich, daß es dem Hessischen Rundfunk nicht wirklich um die geschichtliche Wahrheit geht.“ Wesentliche Darstellungen seien „einseitig, falsch und irreführend“, die Sudetendeutschen würden mit diesen Produktionen „pauschal verleumdet“. Friedrich glaubt angesichts der Wiederholungen nicht an einen Zufall: „Nach dieser erneuten Verunglimpfung kann man mit Sicherheit von einem ,System gegen Heimatvertriebene‘ im HR sprechen.“

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, 48/08 v. 29.11.2008

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