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Die Vertriebenen im Visier verirrter Ideologen
Aufklärung über politischen Extremismus

Immer wieder geraten die deutschen Heimatvertriebenen in das Visier ideologisch verirrter Zeitgenossen. Während die extreme Rechte ostdeutsche Themen und die berechtigten Anliegen der Opfer der weltweit größten demographischen Umwälzung des 20. Jahrhunderts [1] für ihre Zwecke instrumentalisiert und ihnen auf diese Weise gesellschaftlichen Schaden zufügt, verfolgt die extreme Linke seit Gründung der Bundesrepublik einen erbitterten Kreuzzug gegen den Bund der Vertriebenen (bzw. dessen Vorgängerorganisationen) und die in ihm zusammengeschlossenen ostdeutschen Landsmannschaften. [2] Auch für uns Ostpreußen gehören die Übergriffe linker Gruppierungen zu den leidigen Begleiterscheinungen unserer Veranstaltungen.

Noch gut in Erinnerung dürfte vielen BJO-Mitgliedern der Karnevalsvorfall im rheinischen Düren sein. Nachdem wir 2004 als Elch-Fußgruppe am Tulpensonntagszug in Viersen teilgenommen hatten und ein positives Presseecho verzeichnen konnten, hatten wir uns für das folgende Jahr vorgenommen, den „Elchtest“ in Düren durchzuführen. Die Vorfreude sollte jedoch alsbald enden. Einen Tag vor Altweiberdonnerstag erreichte den Vorsitzenden der LO-Kreisgruppe, Herrn Manfred Barsuhn, der uns vor Ort organisatorisch unterstützt hatte, ein Fernschreiben des Festkomitees mit der Nachricht, dass man sich nach Rücksprache mit Polizei und Ordnungsamt zum Schutz von Zugteilnehmern und Zuschauern gezwungen sehe, den Bund Junges Ostpreußen von der Teilnahme am Orchideensonntagszug wieder auszuladen. Von gewisser Seite seien „Konsequenzen“ angedroht worden, falls die Elchgruppe wie geplant am närrischen Treiben teilhaben dürfte. Die Lokalpresse berichtete bereits von angekündigten „Gegendemonstrationen“ der linksextremistischen, so genannten „Antifa“-Bewegung, bei der unsere netten Plüschtierchen mit ihren putzigen Stoffgeweihen offensichtlich Widerwillen erregt hatten.

Am folgenden Tag ging Herr Barsuhn, der selber einmal als Karnevalsprinz in Düren „regiert“ hatte, zur Gegenwehr über: Er verteidigte den BJO und die Landsmannschaft gegen aus der Luft gegriffene Unterstellungen und kritisierte auch das Festkomitee deutlich, das den Drohungen des örtlichen „Antifa“-Sprechers nachgegeben hatte, der für die Wahlunion von DKP und SED/PDS im Dürener Stadtrat saß. „Jecke knicken vor Kommunisten ein“, titelte die Dürener Zeitung darauf in großen Lettern. [3] Während den Diffamierungen gegenüber dem BJO schließlich auch von offizieller Seite entgegnet wurde, verfassten viele Mitglieder des Ostdeutschen Diskussionsforums (ODF) spontan Leserbriefe zum Protest gegen die Verhältnisse in der Kreisstadt. Mit den vielen Reaktionen von Wien bis Hamburg hatten die Lokalredaktionen wahrscheinlich nicht gerechnet.

2004 brachen „Antifa“-Propagandisten in die Bonner Bundesgeschäftsstelle des BdV ein, entwendeten Dokumente und setzen das Gebäude unter Wasser, was einen Sachschaden von rund 100.000 € verursachte. 2007 störten Linksextremisten in Viersen-Dülken die Ausführungen des anerkannten Zeitzeugen Heinz Schön zu seinen Forschungen zum Thema „Bernsteinzimmer“ und den Dreharbeiten zum ZDF-Geschichtsfilm „Die Gustloff“, an denen er als Sachkundiger beteiligt war. Die im NRW-Verfassungsschutzbericht dokumentierte Gewaltbereitschaft [4] der „Antifa“-Szene traf in Dülken vor allem eine 82-jährige Memelerin, die die Unruhestifter entrüstet zur Rede stellen wollte. Einer der Störer schlug ihr zunächst ins Gesicht und dann in den Magen, während die übrigen Eindringlinge „Nie wieder Deutschland" skandierten.

Im Mai 2008 verhinderte ein Aufgebot von linksextremen Agitatoren gewaltsam einen Vortrag Erika Steinbachs, die vom Historischen Institut der Universität Potsdam eingeladen worden war und zur spät- und hochmittelalterlichen Ostsiedlung bis zum 14. Jahrhundert referieren sollte. Einsatzkommandos der Polizei bereiteten dem Spuk schließlich ein Ende, jedoch hatten die Drahtzieher bei „Antifa“ und „Asta“ ihr Ziel erreicht: Die Veranstaltung fand nicht statt. Da die Universitätsleitung der Aufgabe nicht gewachsen war, „auf ihrem Campus für einen störungsfreien Ablauf und die Freiheit des Wortes zu sorgen“ [5], sah sich die BdV-Präsidentin schließlich gezwungen, die gesamte Vortragsreihe ihrerseits abzusagen.

Ähnliche Szenen erlebte der bereits erwähnte Heinz Schön an der Universität Bielefeld. Gezielte Kampagnen gegen Funktionsträger der deutschen Heimatvertriebenen sind zudem auch an anderen Orten auf regionaler und lokaler Ebene zu verzeichnen. So wurde zum Beispiel im westfälischen Münster die BdV-Kreisvorsitzende Roswitha Möller vor ihrer Privatwohnung von einer Gruppe linksextremer Protestler belagert. Das Weltnetz quillt derweil über vor diffamierenden Darstellungen, rufschädigenden Tatsachenverdrehungen und diskreditierender Desinformation.

Wenn es so weit kommt, dass extremistische Randgruppierungen welcher Couleur auch immer bestimmen können, wer in der Öffentlichkeit von der Bildfläche zu verschwinden hat, ist dies ein sicheres  Anzeichen für eine massive gesellschaftliche Fehlentwicklung. Zu den Geschehnissen in Potsdam kommentierte der Chefredakteur der „Welt“, Thomas Schmid, somit treffend:

„Der Vorfall war unglaublich. Noch unglaublicher aber ist, dass er kaum Proteste auslöste und niemanden so richtig erzürnte. […] Die Universität der Stadt, in der durch das Toleranzedikt von 1685 viele hugenottische Glaubensflüchtlinge Aufnahme gefunden hatten, signalisierte, sie sei nicht in der Lage, die Sicherheit der Veranstaltung zu garantieren. […] Dass ihn das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht schert, hat der Sprecher der gegen Erika Steinbach Protestierenden klipp und klar bekannt. Man habe, sagte er in dankenswerter Offenheit, einfach nicht hinnehmen können, dass diese ihre Sicht der Dinge darlege. Und er fügte, sprachlich nah am Duktus der Nazi-Rhetorik, hinzu, hier handele es sich ja um ‚geistigen Unrat’. Linke wie er zitieren gerne einen in sich schlüssigen Satz von Rosa Luxemburg, die eine erklärte Gegnerin von Demokratie und offener Gesellschaft war. Freiheit, so lautet er, sei immer die Freiheit der Andersdenkenden. Das Seltsame ist, dass viele Linke das Andersdenken exklusiv für sich selbst reservieren - und damit wirklich anders Denkende aus dem Kreis derer ausschließen, die sich solcher Freiheit erfreuen dürfen.“ [6]

Zwar sollte der so genannten „Antifa“-Bewegung und ähnlichen extremistischen Gruppierungen keine unnötig hohe Beachtung geschenkt werden, die ihnen nicht gebührt. Da jedoch verschiedene Verbandsmitglieder bereits mit der Situation konfrontiert wurden, sich gegen entsprechende Unterstellungen verteidigen zu müssen, wurde unter www.ostdeutsches-forum.net/antifa ein Informationsportal mit zahlreichen Artikeln, Aufsätzen und direkten Verweisen auf Berichte diverser Verfassungsschutzbehörden eingereichtet. Sind ihre Kampagnen erst einmal entlarvt, kann man die „Antifa“ im wahrsten Sinne des Wortes wieder getrost „links liegen lassen“.

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Anmerkungen:

[1] Vgl.: de Zayas, Alfred-Maurice: 50 Thesen zur Vertreibung, London u. München 2008, S.11.

[2] Kossert, Andreas: Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945, München 2008, S.188-189.

[3] Lammertz, Christoph: „Jecke knicken vor Kommunisten ein“, in: Dürener Zeitung vom 05.02.2005.

[4] Vgl.: Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: Antifaschismus, veröffentlicht unter: http://www.im.nrw.de/sch/409.htm, 08.11.2008.

[5] BdV-Präsidentin Erika Steinbach in einer Presseerklärung vom 03.06.2008.

[6] Schmid, Thomas: Erika Steinbach und der böse Spuk von Potsdam, in: Die Welt (Netzausgabe) vom 10.06.2008. [www.welt.de/wissenschaft/history/article2087642/Erika_Steinbach_und_der_boese_Spuk_von
_Potsdam.html, 09.11.2008]

 

Quelle:
 Ein Beitrag von
Alexander Gesk,
veröffentlicht in
"Deutsche Umschau" vom November/Dezember 2008

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www.bdv-jugend.de/bdv-nrw/Deutsche-Umschau.htm


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