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Pendelschlag der Geschichte
Deutschlandtreffen als Fenster in die preußische und deutsche Vergangenheit
Von Wilhelm v. Gottberg

Am letzten Wochenende im Mai ruft die Landsmannschaft Ostpreußen (LO) die heimatvertriebenen Ostpreußen, deren Nachgeborene sowie Freunde des Landes zum 20. Deutschlandtreffen nach Erfurt. Auch wenn die Massenmedien in der heutigen Zeit nur wenig Notiz nehmen von den großen Heimattreffen der Ostdeutschen, so erhellen diese doch für einen Moment die deutsche Geschichte um die Mitte des 20. Jahrhunderts. Diese Geschichte ist im Gedächtnis der nachwachsenden Generationen nicht mehr oder nur diffus präsent.

Ostpreußen war 1918 eine blühende Provinz ganz im Nordosten des Kaiserreiches. Die Königsberger Albertina Universität war als Wissenschaftsstandort ein Leuchtturm, der weit in das Baltikum und nach Russland hinein strahlte. Auch als Ostpreußen 1919 durch die Schaffung des polnischen Korridors aufgrund des Versailler Diktatfriedens in eine Insellage geriet, erwiesen sich die Ostpreußen als Patrioten und hielten unerschütterlich an der Zugehörigkeit ihrer Provinz zu Deutschland fest. Man gehörte zum Reich. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl hatte Tradition.

Es war von Friedrich-Wilhelm, dem großen Kürfürsten von Brandenburg (1640-1688), geschaffen worden, der den Menschen in seinen nicht zusammenhängenden Territorien – vom Niederrhein bis zum Herzogtum Preußen – die Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Brandenburg-Preußen bewusst machte. Dies geschah nicht in separatistischer Absicht, sondern immer unter der Prämisse, dass sein Land ein Teil der deutschen Nation sei. „Bedenke, dass Du ein Deutscher bist.“ Dieser Ausspruch Friedrich-Wilhelms auf einem Gedenkstein in Minden an der Weser, das auch Teil seiner Flickenteppich-Territorien war, zeugt heute noch von seiner Größe. Unter dem Großen Kurfürsten und seinen Nachfolgern in Brandenburg-Preußen verschob sich der geistige Schwerpunkt Deutschlands nach Osten. Der preußische Pietismus, die Frühaufklärer Thomasius und Wolf an der preußischen Universität Halle, später ihr großer Kollege Kant in Königsberg, Glaubens- und Gewissensfreiheit, Schulpflicht für alle, Rechtsstaatlichkeit und schließlich die preußischen Reformer von 1808-1810 hatten daran entscheidenden Anteil.

Nicht ohne Einfluss auf diesen Prozess war der Gebietszuwachs Preußens aufgrund der polnischen Teilungen. Bei den ersten beiden Teilungen wurden deutsches Territorium und deutsche Menschen nach 300jähriger Zugehörigkeit zur polnischen Krone wieder Teil der deutschen Nation.

Im 19. Jahrhundert wuchs Deutschland zusammen, Freihandel, Eisenbahnbau und das Zusammengehörigkeitsgefühl waren entscheidende Triebfedern, aber die Menschen wollten es auch. Von der Maas bis an die Memel ... Innerhalb von 30 Jahren, 1915–1945, ging viel, zu viel verloren.

Polen nahm sich nach dem Ersten Weltkrieg zwei preußische Provinzen, die eine – Westpreußen – mit mehrheitlich deutscher Bevölkerung, die andere – Posen – mit einem  erheblichen deutschen Bevölkerungsanteil.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Polen sich drei weitere Provinzen mit rein deutscher Bevölkerung einverleiben. Diese gewaltige Annexion war nur durch Zustimmung der Siegermächte möglich und wurde durch die gewaltsame Massenaustreibung der Bewohner unumkehrbar gemacht.

Namhafte Parteienvertreter Deutschlands haben der Amputation Deutschlands nicht energisch entgegengewirkt. Vom Adenauer-Biografen Theodor Eschenburg wissen wir, dass für den ersten deutschen Nachkriegskanzler hinter der Elbe die „russische Walachei“ begann. Und der CDU-Politiker Joseph-Herrmann Dufhus bezeichnete schon 1948 die Grenze zur SBZ an Elbe und Werra „logisch“, da sie doch fast identisch mit der Ostgrenze des Reiches Karl des Großen sei.

Die Rolle Willy Brandts bei Kriegsende war ganz gewiss kein energischer Einsatz für den territorialen Bestand Deutschlands. Pendelschlag der Geschichte. Als Lothar de Maizière, der letzte Ministerpräsident der DDR, vor der Vereinigung der beiden deutschen Nachkriegsstaaten äußerte, dass Deutschland nach der Vereinigung protestantischer und östlicher würde, gab es Protest aus dem katholisch dominierten Südwesten und Westen der Altbundesrepublik. Die Entwicklung gab de Maizière Recht. Allerdings war dazu die Hilfe der SED-Erben erforderlich. Erst mit ihren Stimmen wurde Berlin wieder zur Hauptstadt gekürt. Pendelschlag der Geschichte.

Damit bleibt uns ein Fenster, das in die ruhmreiche deutsche und preußische Vergangenheit hineinleuchtet. Die Ostpreußen werden in Erfurt daran erinnern.
 

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt Ausgabe 21/11, 28.05.2011

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