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Preußische Allgemeine Zeitung
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West- und Ostpreußische Geschichte kurz gefasst



Die Anfänge

Um 1400 v.Chr.
begann die germanische Besiedlung des Weichselgebietes.

1.-4. Jh. n.Chr.
siedelten die germanischen Stämme der Burgunden, Vandalen, Rugier und Goten im Weichselgebiet. Die Wohnsitze der Goten nahmen die Flächen beiderseits der Mündung ein, erreichen die Ostgrenze des Ermlandes und bedecken den Südwesten Masurens.

Um 200
begann der Abzug der Germanen nach Westen und Süden, der bis ca. 600 andauerte. Während dieser Zeit rückte der baltische Volksstamm der Prußen nach.

890
Wulfstans Fahrt nach Elbing und dem Drausensee.

1209 - 1239
Hermann von Salza (*um 1170, +1239), Hochmeister des Deutschen Ordens. - Hermann von Salza entstammte einem thüringischen Ministerialengeschlecht. Er war ein enger Freund und Berater Kaiser Friedrichs II., begleitete ihn 1228 auf dem Kreuzzug und leistete ihm als Diplomat große Dienste. Er erweiterte das Gebiet des Deutschen Ordens 1211 um das Burzenland im Südosten Siebenbürgens mit der vom Deutschen Orden gegründeten Stadt Kronstadt; 1225 wurde der Orden jedoch wieder ausgewiesen. 1226 stellte Friedrichs II. dem Orden die „Goldbulle von Rimini" aus, die dem Orden das noch zu unterwerfende Preußen unterstellte, woraufhin Hermann von Salza mit der Christianisierung und der Unterwerfung der heidnischen Preußen begann und die Herrschaft des Ordens in Preußen begründete. Durch die von ihm betriebene Vereinigung mit dem livländischen Schwertbrüderorden kam 1237 das Baltikum zum Herrschaftsbereich des Deutschen Ordens.

1226
Aufforderung des polnischen Teilherzogs Konrad von Masovien an den Deutschen Orden, gegen die heidnischen Prußen zu kämpfen, wofür er dem Orden das Kulmerland als Eigentum überließ. Die Goldene Bulle von Rimini Kaiser Friedrichs II. verlieh dem Orden das Kulmerland und alle weiteren Eroberungen zu ewigem freien Besitz.

1230
schlossen Herzog Konrad von Masovien und der Deutsche Orden den Vertrag von Kruschwitz. In ihm übertrug der Herzog dem Orden das Kulmerland sowie alle künftigen Eroberungen in Preußen mit allen zugehörigen Rechten als Schenkung.

1231-1525 Die Ordenszeit

1231 - 1283
Eroberung Preußens. Gegründet werden die Burgen:
- 1231 Thorn
- 1232 Kulm
- 1233 Marienwerder
- 1237 Elbing
- 1241 Braunsberg
- 1252 Memel
- 1255 Königsberg
- 1270 Frauenburg
- 1279 Marienburg

1233, 18. Dezember
Die Kulmer Handfeste sicherte die Rechte und Freiheiten in den neuentstandenen Gebieten. Grundlage war das Magdeburger Stadtrecht.

1234, 3. August
übergab Papst Gregor IX. dem Deutschen Orden in der Bulle von Rieti die Herrschaft über das Kulmer Land östlich der unteren Weichsel sowie über alle weiteren vom Orden in Preußen eroberten Ländereien.

1237
Vereinigung des Deutschen Ordens mit dem Livländischen Schwertbruderorden.

1243
Das eroberte Prußengebiet wird in die vier Bistümer Kulm, Pomesanien, Ermland und Samland geteilt.

1260 - 1273
Der große Aufstand der Prußen.

1273 - 1283
Eroberung der drei östlichen Randgaue Schalauen, Nadrauen und Sudauen.

1303
Regesten zur Geschichte Preußens und des Deutschen Ordens

1303 - 1311
Siegfried von Feuchtwangen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1309
Erwerb Pommerellens durch den Deutschen Orden. - Der Hochmeister nimmt seinen Sitz in der Marienburg ein. Die Blütezeit des Ordensstaates unter:
- 1324-1330 Werner von Orseln
- 1331-1335 Luther von Braunschweig
- 1335-1341 Dietrich von Altenburg
- 1351-1382 Winrich von Kniprode
- 1393-1407 Konrad von Jungingen

1311 - 1324
Karl von Trier. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1324 - 1330
Werner von Orseln. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1331 - 1335
Luther von Braunschweig. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1335 - 1341
Dietrich von Altenburg. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1342 - 1345
Ludolf König. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1343
Friede zu Kalisch: Polen entsagt seinen Ansprüchen auf Pommerellen und das Kulmerland.

1345 - 1351
Heinrich Dusemer. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1352 - 1382
Winrich von Kniprode. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1367, 10. November
der Komtur von Balga, Ulrich Fricke, gewährt mit gewissen Einschränkungen den aus Jägern, Beutnern und Fischern bestehenden Ansiedlern im  Raum Johannisburg freie Jagd in den umliegenden Wäldern und freie Fischerei in einigen Seen.

1370
Die ins Samland eingefallenen Litauer werden bei Rudau geschlagen.

1382 - 1390
Konrad Zöllner. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1386
Der litauische Großfürst Jagiello heiratet die polnische Königstochter Hedwig und nimmt für sich und sein Land das Christentum an.

1391 - 1393
Konrad von Wallenrode. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1393 - 1407
Konrad von Jungingen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1402
Der Orden kauft von König Sigismund (der gleichzeitig Kurfürst von Brandenburg ist) die Neumark und 1408 das Ländchen Driesen hinzu.

1407 - 1410
Ulrich von Jungingen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1410, 15. Juli
Niederlage des Deutschen Ordens in der Schlacht bei Tannenberg.

1410 - 1413
Heinrich von Plauen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1411, 1. Februar
1.Thorner Frieden. Der Orden verzichtet auf Dobrzin und Szamaiten, so lange Jagiello und Witowd leben.

1414 - 1422
Michael Küchmeister. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1422
Der Orden tritt Gebiete auf dem linken Ufer der Weichsel ab und an Litauen alles Gebiet nördlich der Provinzgrenze der Vorkriegszeit.

1422 - 1441
Paul von Rusdorf. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1435
Der "ewige Friede" zu Brzesc wird von den Ständen dem Hochmeister abgetrotzt.

1440
Gründung des Preußischen Bundes zu Marienwerder durch 53 preußische Edelleute und 19 Städte zur Sicherstellung ihrer Rechte.

1441 - 1449
Konrad von Erlichshausen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1454, 4. Februar
Die Stände kündigen dem Hochmeister die Huldigung auf. Im selben Jahr siegt der Orden über Polen bei Konitz. Die Neumark wird an Brandenburg verkauft.

1450 - 1467
Ludwig von Erlichshausen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1457
Die Ordenssöldner verkaufen die als Pfand für ihre Soldforderungen 1455 überlassene Marienburg an den Polenkönig. Der Hochmeister siedelt nach Königsberg um.

1462
Der Orden unterliegt in der Schlacht bei Zarnowitz.

1466, 19.Oktober
Der 2. Thorner Frieden beendigt den Dreizehnjährigen Krieg (1454-1466). Der Westen und das Ermland werden aus dem Verbande des Ordensstaates herausgerissen. Den Rest erhält der Hochmeister als Vasall Polens.

1469 - 1470
Heinrich Reuß von Plauen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1470 - 1477
Heinrich Reffle von Richtenberg. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1477 - 1489
Martin Truchseß von Wetzhausen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1489 - 1497
Johann v. Tiefen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1489 - 1510
Friedrich v. Sachsen. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1511 - 1525
Albrecht von Brandenburg. Hochmeister des Deutschen Ordens.

1519 - 1521
Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach sucht im "Reiterkrieg" das polnische Joch abzuschütteln. Der Versuch misslingt.

1523, September
Johannes Brießmann predigt im Königsberger Dom evangelisch.

1525-1701 Herzogtum Preußen

1525, 10.April
Frieden zu Krakau. Albrecht von Brandenburg-Ansbach aus der fränkischen Linie der Hohenzollern nimmt den Ordensstaat als erbliches Herzogtum vom Polenkönig zum Lehen.

1525, 6. Juli
Herzog Albrecht führt die Reformation in Preußen ein. Die Bewohner der dem Deutschen Orden nach dem Friedern von Thorn (1466) verbliebenen östlichen Landesteile traten zusammen mit dem Herzog zum lutherischen Glauben über. - Huldigung der Stände für Herzog Albrecht.

1525
Bauernaufstand im Samland. - Am Ende der Ordenszeit hat die unberechtigte Heranziehung der Freien zu bäuerlichen Diensten (Scharwerk) von Seiten der Großgrundbesitzer und Amtleute das gute Verhältnis derart unterhöhlt, dass sich offener Aufstand eben dieses Bevölkerungsteiles erhob.

1544
Gründung der Königsberger Universität.

1568, 20. März
Tod Herzog Albrechts.

1618
Das Herzogtum fällt an die brandenburgischen Hohenzollern.

1619-1640  Georg Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg

1624 - 1630
I. Schwedisch - Polnischer Krieg. Weichsel-Nogat Delta von den Schweden besetzt.

1626
Gustav Adolf von Schweden überrumpelt Pillau und erobert das Ermland und Pomesanien.

1629
Waffenstillstand von Altmark bei Christburg.

1635
Waffenstillstand von Stuhmsdorf.

1640, 1.12.
Georg Wilhelm (von Brandenburg) stirbt und wird im Königsberger Dom beerdigt.

1640-1688  Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Der Große Kurfürst

1642
Huldigung der preußischen Stände für den Kurfürsten und Herzog Friedrich Wilhelm.

1655 - 1660
II. Schwedisch-Polnischer Krieg. Frieden von Oliva (1660) bestätigt Unabhängigkeit Preußens (Frieden von Wehlau, 1657) gegenüber Schweden und Polen.

1656, Januar
Vertrag zu Königsberg. Preußen wird schwedisches Lehen.

1656, 20. November
Vertrag zu Labiau. Der Große Kurfürst erhält von Schweden die Souveränität über Preußen und Ermland zugesichert.

1656 / 1657
Die Tataren fallen während des schwedisch-polnischen Krieges am 9. Oktober 1656 ins südliche Ostpreußen ein. Die Tataren waren polnische Hilfstruppen. Die Einfälle erfolgten, weil der Kurfürst, obwohl hinsichtlich Preußens ein Lehnsmann der Krone Polens, in dem schwedisch-polnischen Konflikt zunächst auf der - anfänglich sehr erfolgreichen - Seite Schwedens stand. Es handelte sich danach gewisser Maßen um Strafexpeditionen, und sie waren unmenschlich hart und grausam.

In dem ersten Bericht des des Hauptmanns von Johannisburg, Dietrich von Lesgewang, vom 15. Okt. 1656 heißt es u.a.: "... die Tataren ... auß dem Lyckschen eingefallen, und alsobald mit Morden und Brennen fohrtgegangen, danebenst auch sehr viel armer Leuthe Weiber und Kinder gefangen genommen. ... Daß Brennen der Dörffer und entführung der Leuthe, ist noch nicht alles .... Aber 'all das Ihrige ist nummehro in der Asche und hinfort .... zu deme hat man sich großen Hunger und Kummer zu verhoffen, weilen die Leuthe nichts an die Seite gebracht ..."

Die Einfälle hatten für die Bevölkerung des Landes verheerende Folgen. Allein aus dem bevölkerungsarmen Amt Johannisburg wurden 2.177 Personen verschleppt. Ganze Dörfer wurden entvölkert und manche blieben wüst. Im Jahre 1657 fielen die Tartaren abermals ein. Dazu traten in den folgenden Jahren Seuchen bei Mensch und Vieh auf, so dass Hungersnöte die Folge waren. Das Land brauchte Jahrzehnte, um sich von den Schrecken des Tatareneinfalls zu erholen, und wurde dann, kaum erholt, im Jahre 1709 von der großen Pest erneut auf das schwerste getroffen.

1657, 19. September
Vertrag zu Wehlau: Der große Kurfürst erhält von Polen die Souveränität über Preußen (ohne das Ermland) zugesichert.

1660, 3. Mai
Vertrag von Oliva: Alle europäischen Mächte verbürgen dem Großen Kurfürsten die Souveränität in Preußen.

1663
Huldigung der preußischen Stände vor dem Großen Kurfürsten nach der Gefangennahme des kneiphöfschen Schöppenmeisters Hieronymus Roth.

1678 / 1679
Einfall der Schweden in Ostpreußen und ihre Vertreibung durch Truppen, die über das zugefrorene Haff an den Feind gebracht wurden.

1685
Französische Emigranten werden in Königsberg und Ostpreußen angesiedelt.

1688-1701 Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg

1690
Huldigung der preußischen Stände für den Kurfürsten von Brandenburg Friedrich III.

1701-1772 Königreich Preußen
  

1701-1713 Friedrich I., König in Preußen

1701, 18. Januar
Friedrich III. von Brandenburg setzt sich die Königskrone aufs Haupt: Friedrich I., König in Preußen.

1709 / 1710
Die große Pest in Ostpreußen vernichtet ein Drittel der Bevölkerung.

1713-1740 Friedrich Wilhelm I., König von Preußen

1714
Huldigung der preußischen Stände für den König von Preußen Friedrich Wilhelm I.

1732
Beginn der Ansiedlung von rund 15.000 evangelischen Salzburgern durch Friedrich Wilhelm I.

1740-1786 Friedrich II. (der Große), König von Preußen

1740
Huldigung der preußischen Stände für den König von Preußen Friedrich II.

1758 - 1762
Besetzung Ostpreußens durch die Russen.

ab 1772 Provinz Ostpreußen

1772
1. Teilung Polens. Das Ermland und Westpreußen werden dem Staate Friedrichs des Großen einverleibt. Die Brücke zwischen Brandenburg und Preußen ist geschlagen.

1786-1797 Friedrich Wilhelm II., König von Preußen

1793
2. Teilung Polens. Danzig und Thorn, Posen und Südpreußen fallen an das Königsreich Preußen.

1795
3. Teilung Polens. Neuostpreußen kommt an Preußen.

1797-1840 Friedrich Wilhelm III., König von Preußen

1807
Im Februar trennen sich die preußische und die französische Armeen in der Schlacht bei Preußisch-Eylau unentschieden.

1807, 14. Juni
Napoleon schlägt die Russen bei Friedland.

1807, 7. und 9. Juli
Friede zu Tilsit. Großherzogtum Warschau wird gegründet. Danzig wird Freistaat.

1808
Gründung des Tugendbundes zu Königsberg.

1812, 30. Dezember
Konvention von Tauroggen.

1813, 5. Februar
Die Ständeversammlung zu Königsberg nimmt Yorks Landwehrplan an. Am 7. Februar gültiger Beschluss über die gesetzliche Errichtung einer Landwehr.

1813, 19. Oktober
Das Königsberger Landwehrbataillon erstürmt unter Major Friccius das Grimmaischer Tor von Leipzig.

1815
Der Wiener Kongress bringt Danzig, das Kulmerland, Thorn, den Netzegau und Posen an Preußen.

1824
von Schön setzt die Vereinigung der Provinzen Ost- und Westpreußen zur Provinz Preußen durch, deren Oberpräsident er wird.

1840-1861 Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen

1852 / 1853
Vollendung der Ostbahn.

1857
werden die Bahnbrücken bei Dirschau und Marienwerder fertiggestellt.

1860
wird die Strecke bis Eydtkuhnen verlängert.

1861-1888 Wilhelm I., Deutsches Reich und Preußen

1878
Die Provinz Preußen wird in die Provinzen Ost- und Westpreußen gespalten.

1888 Friedrich III., König von Preußen

 

1888-1918 Wilhelm II., Deutsches Reich und Preußen

1914, 22.August
Die Russen dringen in Ostpreußen ein.

1914, 26.-30.August
Schlacht bei Tannenberg. 90.000 Russen gefangen. Vernichtung der Narew-Armee.

1914, 8.-11. September
Schlacht an den Masurischen Seen. Rückzug der Njemen-Armee.

1915, 7.-21. Februar
In der Masurischen Winterschlacht wird die Russische Armee zur Aufgabe gezwungen. 100.000 Russen gefangen.

Ab 1915
Ostpreußens Wiederaufbau.

1918-1933 Weimarer Republik

 

1919 / 1920
Der Vertrag von Versaille trennt Ostpreußen vom Reichskörper ab. Danzig wird zu einem selbständigen Staat gemacht. Das Gebiet um Soldau wird zu Polen geschlagen. Übergabe des Memellandes an die Allierten.

1920, 11. Juli
Abstimmung in Ostpreußen. Im Bezirk Marienwerder stimmten 92,4%, im Bezirk Allenstein 97,9% für Deutschland. Abstimmungsergebnis im Kreis Johannisburg: 34.036 für Deutschland, 14 für Polen.

1923, Januar
Litauen annektiert das Memelland.

1924, 22. März
Das Autonomiestatut des Memellandes.

1933-1945 Drittes Reich

1938, 16. Juli
Durch eine Verordnung des Gauleiters werden in Ost- und Westpreußen auf einen Schlag etwa 1.500 zum Teil historische Ortsnamen eingedeutscht.

1939
Das Memelland kehrt zum Deutschen Reich zurück.

1945, 12. Januar
Die Rote Armee erreicht bei Elbing, wenige Kilometer nordöstlich von Marienburg, die Ostsee. Ostpreußen ist damit vom übrigen Reich abgeschnitten.

1945, 18. Januar - 5. April
Die Rote Armee besetzt in Ost- und Westpreußen am:

18. Januar (Reichsgründungstag):
Haselberg, Breitenstein und Kattenau
19. Januar:

Ragnit, Schillen, Lautenburg und Soldau
20. Januar:

Hohensalza, Tilsit, Heinrichswalde, Gilge, Kreuzingen, Liebenfelde, Gumbinnen, Gilgenburg, Neidenburg und Willenberg
21. Januar:

Elchwerder, Gr. Schirrau, Taplaken, Insterburg, Nemmersdorf, Strasburg, Neumark, Hohenstein und Osterode
22. Januar:

Allenstein, Wehlau, Trempen, Angerapp, Goldap, Treuburg, Mohrungen, Nakel, Maldenten, Salfeld, Deutsch Eylau und Prostken
23. Januar:

Mühlhausen, Briesen, Rosenberg, Freystadt, Goßlershausen, Elbing, Pr. Holland, Ortelsburg, Passenheim, Gehlenburg, Arys und Lyck
24. Januar:
Labiau, Allenburg, Widminnen, Liebstadt, Altmark, Riesenburg, Christburg, Johannisburg
25. Januar:

Kaymen, Nordenburg, Angerburg, Lötzen, Stuhm, Garnsee, Rudzanny und Nikolaiken
26. Januar:

Rhein, Kulm und Neuteich
27. Januar:

Gr. Raum, Gerdauen, Tolkemit, Barten, Rastenburg, Zempelburg, Vandsburg und Bromberg
28. Januar:

Memel, Tharau, Friedland, Korschen, Rössel, Rotfließ, Mittheide, Bischofsburg und Rotfließ.
29. Januar:
Brandenburg, Kreuzburg, Bischofsstein und Sensburg.
30. Januar:
Heilsberg.
31. Januar:
Schippenbeil und Nidden.
2. Februar:
Thierenberg, Landsberg und Thorn.
3. Februar:
Rossitten, Sarkau und Guttstadt.
4. Februar:
Bartenstein und nochmals Kreuzburg.
9. Februar:
Pr. Eylau.
11. Februar:
Wormditt.
23. Februar:
Heiderode und Posen.
25. Februar:
Zinten.
1. März:
Bütow.
5. März:
Graudenz und Mewe.
7. März:
Schöneck und Pr. Stargard.
9. März:
Marienburg.
10. März:
Lauenburg und Karthaus.
11. März:
Leba, Putzig und Tiegenhof.

12. März:
Neustadt. 
17. März:
Eisenberg.
18. März:
nach zweiwöchiger Belagerung fiel Kolberg.
20. März:
Braunsberg.
23. März:
Sowjetpanzer stoßen zwischen Danzig und Gotenhafen bei Zoppot bis an die Ostsee vor.
24. März:
Heiligenbeil.
25. März:
Praust.
26. März:
Oliva.
28. März:
Balga.
30. März:
Gotenhafen und Neufahrwasser.
5. April:
Oxhöft, nachdem die Deutschen es tags zuvor geräumt hatten.

1945, Jan.-Febr.
450.000 ostpreußische Flüchtlinge flohen über Haff und Nehrung, gejagt vom unerbittlichen Krieg. Viele ertranken, andere starben in Eis und Schnee. Ihr Opfer mahnt zur Verständigung und Frieden. (Text der Inschrift des Gedenksteins in Frauenburg am Frischen Haff) => siehe auch: "Die Flucht".

1945, 30. Januar
Bei der Versenkung der »Wilhelm Gustloff« durch das sowjetisches U-Boot S 13 verloren bei der größten Schiffskatastrophe der Geschichte 9.343 Menschen (überwiegend Zivilisten), darunter mehr als 5.000 Kinder ihr Leben. Nur 1.239 Menschen überlebten. (Zahlenangaben nach Heinz Schön, Überlebender der Gustloff-Katastrophe) => siehe auch: "Hafen der Hoffnung" und "Nur eine Nebenrolle für Opfer der »Gustloff«".

1945, 9./10. Februar
zehn Tage nach der »Wilhelm Gustloff« wurde die »Steuben« in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar ebenfalls vom sowjetischen U-Boot S 13 versenkt. Die vielen Schwerverwundeten, hatten keine Chance, das sinkende Schiff aus eigener Kraft zu verlassen. Sie bilden einen Großteil der 3.608 Personen, die den Angriff nicht überlebt haben. Diesen Toten stehen nur 512 Menschen, die vom Torpedofangboot TF 196, und 147 die vom Torpedoboot T 196 gerettet wurden, gegenüber.

1945, 9.-22./25. Februar
am 9. Februar begannen die Kämpfe um Zinten (Kr. Heiligenbeil). Etwa zwei Wochen leisteten die Deutschen der Roten Armee hier Widerstand bei deren Vordringen auf die Küste des Frischen Haffs.
Im Frühjahr 1945 war Heiligenbeil Ausgangsort für Vertriebene und Flüchtlinge und Brückenort deutscher Truppen (Heiligenbeiler Kessel), bis es Ende März in die Hände der Russen fiel.

1945, 12. März
In den Mittagsstunden kam es zu einem amerikanischen Luftangriff auf die Stadt Swinemünde (Pommern), in der sich zu diesem Zeitpunkt aufgrund von Flüchtlingsströmen mehr als 100.000 Menschen aufhielten. Rund 23.000 von ihnen verloren bei diesem Angriff ihr Leben. Nahezu alle Opfer wurden anonym in Massengräbern auf dem Golm bestattet. weitere Informationen.

1945, 14. März
Die Sowjetunion überträgt Polen die Gebietshoheit über die besetzten Gebiete östlich von Oder und Neiße, während Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop noch verzweifelt versucht, mit den Westalliierten Verhandlungen über einen Separatfrieden einzuleiten.

1945, 18. März
Nach zweiwöchiger Belagerung fällt Kolberg. Der hartnäckige, aufopferungsvolle Widerstand der deutschen Streitkräfte, der keine Chance hatte, den Russensturm aufzuhalten, machte aus dem vom Krieg bis dahin kaum betroffenen Seebad eine Trümmerwüste. Er ermöglichte aber auch 70.913 Männern, Frauen und Kindern die Rettung über die Ostsee.

1945, 20. März
die Woiwodschaft Danzig wird proklamiert.

1945, 23. März
Sowjetpanzer der 70. Armee unter Generaloberst Popow stoßen zwischen Danzig und Gotenhafen bei Zoppot bis an die Ostsee vor. Die deutsche Front wird in die drei Brückenköpfe Hela, Gotenhafen und Danzig/Weichselmündung aufgespalten. Für zwölf Stunden gelingt es Korvettenkapitän Hetz die Verbindung zwischen Gotenhafen und Danzig zu öffnen, indem der von ihm kommandierte Zerstörer „Z 34“ an den Zoppoter Landungssteg nahe dem Spielcasino läuft und aus nur einem Kilometer Entfernung vom Strand mit dem vorderen 15-Zentimeter-Doppelturm mehrere sowjetische Panzer abschießt, doch noch am selben Tag geht Zoppot verloren.

1945, 24. März
Marschall Rokossowski fordert die Soldaten der deutschen 2. Armee auf, den Kampf einzustellen und sich zu ergeben.

1945, 6. April
Um 4 Uhr verläßt der letzte Lazarettzug Königsberg in Richtung Pillau.

1945, 16. April
Mit rund 7.000 deutschen Flüchtlingen aus Ostpreußen, verwundeten Soldaten der Wehrmacht, Frauen und Kindern sticht der Frachter »Goya« am 16. April 1945 von der Halbinsel Hela aus in Richtung Swinemünde in See. Ein heikles Unternehmen, denn die Danziger Bucht wimmelt von sowjetischen U-Booten. Und tatsächlich wird das Schiff aufgebracht, zwei Torpedos zerfetzen eine Seitenwand. In nur sieben Minuten sinkt die »Goya«. Nur 170 Menschen überleben.

Die Nachkriegszeit

1945 -1948
Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen. Als Schandmal gilt Nemmersdorf stellvertretend für viele der deutschen Städte und Ortschaften, die von der Roten Armee besetzt wurden.

1945, 17. Juli - 2. August
Die Siegermächte streiten auf der Potsdamer Konferenz erbittert über die weitere wirtschaftliche und politische Behandlung Deutschlands. Die Westmächte müssen schließlich die Abtretung der Ostgebiete an Polen durch Stalin akzeptieren.

1947, 25. Februar
Preußen wird durch den Beschluss des Alliierten Kontrollrates staatsrechtlich aufgelöst.

ab 1949 Bundesrepublik Deutschland

1970
Sogenannte Gewaltsverzichtsverträge, faktisch Vertreibungsverträge mit Polen und der Sowjetunion.

1970, 5. Februar
Die Bundesrepublik führt erste Gespräche mit der polnischen Regierung über eine Normalisierung des deutsch-polnischen Verhältnisses.

1970, 22. Mai
Abschluss der schon im Januar begonnenen Verhandlungen zwischen dem Kanzleramts-Staatssekretär Egon Bahr und dem sowjetischen Außenminister Gromyko zur Vorbereitung eines gegenseitigen Gewaltverzichtsvertrags.

1970, 26. Juli
Außenminister Scheel reist nach Moskau, wo er in den folgenden 12 Tagen mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gromyko den endgültigen Text des angestrebten Vertrages aushandelt.

1970, 12. August
Bundeskanzler Brandt, Bundesaußenminister Scheel, der sowjetische Ministerpräsident Kossygin und Außenminister Gromyko unterzeichnen den Moskauer Vertrag zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion. In ihm verpflichten sich beide Staaten zum Gewaltverzicht und zur Zusammenarbeit, verzichten auf gegenseitige Gebietsansprüche und erklären die Unverletzlichkeit der Grenzen in Europa, somit auch der Oder-Neiße-Grenze zwischen Polen und der DDR.
Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
["Moskauer Vertrag" Vom 12. August 1970]
www.documentarchiv.de/brd/1970/moskauer-vertrag.html

1972, 17. Dezember
Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik

1990
Offizieller (wenngleich umstrittener) Grenzbestätigungsvertrag (2+4 Vertrag).

1990, 5. Mai
In Bonn findet die erste Zwei-plus-Vier-Konferenz zur Vorbereitung eines Friedensvertrages statt. Sie besteht aus den Außenministern der beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs.

1990, 21. Juni
Sowohl der Bundestag als auch die Volkskammer der DDR erkennen die bestehende Grenze zu Polen völkerrechtlich endgültig an.

1990, 22. Juni
Der Bundesrat stimmt dem Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR sowie dem Beschluss über die Anerkennung der polnischen Westgrenze zu.

1990, 12. September
In Moskau unterzeichnen die Außenminister der USA, der Sowjetunion, Großbritanniens Frankreichs und beider deutscher Staaten das Abschlussdokument der Zwei-plus-Vier-Gespräche (Zwei-plus-Vier-Vertrag). Damit ist der Weg zur deutschen Einheit frei.

1990, 14. November
Deutschland und Polen unterzeichnen den deutsch-polnischen Grenzvertrag, in dem unter anderem die Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze bestätigt wird.

1991, 17. Juni
Deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag

1992, 27. Februar
Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik über gute Nachbarschaft und Freundschaftliche Zusammenarbeit

1997, 21. Januar
Deutsch-Tschechische Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren künftige Entwicklung


Quellen:
1. Archivmaterial;
2. Das Ostpreußenblatt (www.Ostpreussenblatt.de),
Stichwort: "Geschichte Ostpreußens", 2000;
3. Ostpreußen, was ist das? - Landsmanschaft Ostpreußen e.V., Hamburg;
4. Altpreußische Geschlechterkunde, VFFOW Hamburg, Band 13, 1982, Seite 135-136


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