Home weitere Infos Inhalt / Suche Copyright Impressum Datenschutz

 

Masuren

 


Mit uns im Dialog bleiben ...

... mit den ODF-Foren auf Yahoo ... auf YouTube ... auf twitter ... auf facebook ... auf meinVZ

weitere Infos
Volksweisen
Masovia Liederheft
Masovia Gesangbuch
ethnische Säuberung


Preußische Allgemeine Zeitung
Preußische Allgemeine Zeitung - Klartext für Deutschland - 4 Wochen gratis testen - hier Klicken!


 

 

 Die masurischen Farben:  blau - weiß - rot

 

Ostpreußische Landschaften - Masuren
historische Fakten

Herkunft und Bedeutung des Namens »Masuren« sind ethnographischer Natur. Das polnische Wort »Mazur« bezeichnet ursprünglich die Bewohner des bis 1526 bestehenden polnischen Herzogtums Masowien. Mit den masowischen Einwanderern ist der Name auf den südlichen Teil des Preußenlandes übergegangen. Das durch sein Volkstum abgegrenzte Land umfasste acht Kreise: Treuburg (Rbz. Gumbinnen), Lyck, Lötzen, Sensburg, Johannisburg, Ortelsburg, Neidenburg und ein Stück des Osteroder Kreises (Alle Rbz. Allenstein). Bis Mitte 19. Jh. war dieses Land unbestrittener Besitz des Deutschen Ordens, dann des preußischen Staates.

In frühgeschichtlicher Zeit war es von den preußischen Stämmen der Galinder und Sudauer bewohnt. Anfang 14. Jh. setzte die planmäßige Kolonisation von den westlichen Randgebieten aus ein. Bis Anfang 15. Jh. war die Hauptmasse der Siedler preußisch und deutscher Herkunft. Seit dieser Zeit wurde der gering gewordene Kolonistenstrom aus dem Reich von dem westlichen Gebiet des Ordenslandes aufgesogen und gelangte somit nicht mehr in den östlichen Raum Masurens. Daher war der Orden, um das Gebiet nicht veröden zu lassen, in zunehmendem Maße auf masowische Einwanderer angewiesen. Der Orden nahm diese fremdsprachigen Elemente ohne Bedenken auf. Nationalpolitische Tendenzen lagen ihm fern. Das religiöse Bekenntnis war im Masowischen lebendiger im Bewusstsein als die völkliche Zugehörigkeit. - So hat sich in der 2. Hälfte des 15. Jh. das Zahlenverhältnis zwischen den drei Stämmen entscheidend zugunsten der Masowier verschoben. Die Zunahme des masowischen Volkstums bedeutete nicht allein eine Verbreitung der masurischen Sprache. Bei der ungewöhnlichen Absorptionskraft des masurischen Volkstums machte sich allmählich eine Aufsaugung der übrigen Volksteile, vor allem der sozial schwachen Preußen, bemerkbar. Der Übergang von einem zum anderen Volkstum vollzog sich in aller Stille und war bei dem generationslangen Nebeneinanderleben ein natürlicher Vorgang. Je mehr die Nachkommen der Kolonisten im Lande heimisch wurden, je erfolgreicher die Arbeit am gemeinsamen Werk der Erschließung des Landes wurde, um so mehr entwickelte sich ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das Deutsche, Preußen und Masuren umfasste. Im Zuge dieses Annäherungs- und Verschmelzungsprozesses war am Ende der Ordenszeit ein Volk entstanden, dessen Wesenszüge im sprachlichen Bereich durch den Einfluss der Masuren, im kulturellen Sektor durch die starke Einwirkung deutscher Tradition bestimmt waren. Der Zusammenschluss der verschiedenen Volkselemente Masurens erfuhr im Reformationszeitalter eine bedeutsame Förderung. Die Masuren in Preußen wurden Protestanten, zwischen ihnen und den Stammverwandten in Polen bestand fortan glaubensmäßig ein starker Gegensatz. Die Einwanderung aus Masowien hörte nach der Gegenreform auf. Die bisher Eingewanderten wurden durch die Verschiedenheit des Bekenntnisses von ihren Stammesgenossen jenseits der Grenze getrennt und durch die Gemeinsamkeit luth. Bekenntnisses mit der preußischen Bevölkerung noch inniger als bisher verbunden.

Ein weiteres Band umschloss in den folgenden Jahrhunderten alle Masuren: das preußische Staatsbewusstsein. Die Tradition der Ordnung und Gerechtigkeit, auf der der alte preußische Staat ruhte, hatte ein Fundament der Treue geschaffen, in das sich die Masuren willig einordneten. Diese Entwicklung wurde durch den im 19. Jh. aufkommenden Nationalismus gestört. Das zum nationalen Selbstbewusstsein erwachte polnische Volk erhob um die Mitte 19. Jh. - zum ersten Male in seiner Geschichte - Anspruch auf Masuren mit der Begründung, »dass die Masuren ein bodenständiger polnischer Volksstamm wären«. Die Masuren haben sich aber allen Werbungen der Polen gegenüber verschlossen. Die entscheidende Abwehr gegenüber den polnischen Absichten auf Masuren erfolgte durch die unter Kontrolle der Siegermächte durchgeführte Volksabstimmung am 11. Juli 1920. 99,3% der masurischen Bevölkerung entschieden sich für ein weiteres Verbleiben bei Deutschland. Dieses Bekenntnis hat jedoch keine endgültige Entscheidung gebracht. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Bevölkerung aus ihrer Heimat vertrieben.

Quellen:
Farbfoto: Herbert Soyka, Osnabrück, 1993;
Melodie: "Wild flutet der See", alte masurische Volksweise,
Musikalische Ausführung:
 Gerwald G. Stanko (www.ggstanko.de/), 2001;
 s/w-Foto: Ostpreußen in schönen Bildern, Verlag Der Eiserne Hammer,
Königstein im Taunus und Leipzig, (undatiert, vor 1945), Seite 27;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen,
Kröner Verlag Stuttgart, 1966-1981, Seite 137-138


Masuren unsere Heimat – ein Naturparadies
mit Bildern von Gerhard Bosk und Herbert Wallner

weitere Informationen zu diesem Film


 
Filme über Masuren und den Kreis Johannisburg
www.Schuka.net/Masuren-Video

 
 
 

weitere Informationen:
Die Winterschlacht in Masuren 7. - 21. Februar 1915;
der redliche Ostpreuße, Kalenderbuch 1986, Seite 122-125, Alte Mühlen in Masuren;
Guttzeit: Ostpreußen in 1440 Bildern, Verlag Rautenberg, 1972-1996, Seite 543-553;
Blau-Weiß-Rot. Die Farben der Masuren. - Ortelsburger Heimatbote 1999, Seite 144-151;
Statistiken zur Heimatforschung. - Ortelsburger Heimatbote 1999, Seite 156-157;

Filme über Masuren und den Kreis Johannisburg
www.Schuka.net/Masuren-Video  -  www.Schuka.net/Johannisburg/

 

Medienarbeit über Grenzen hinweg
 
Beiträge von Ostpreußen-TV
jetzt auch als DVD-Video erhältlich


 

Seit dem 02.01.2005 sind Sie der 

. Besucher

Diese Netzseiten sind optimiert für 1024x768 oder höher und 24 Bit Farbtiefe sowie MS-Internet Explorer 11.x oder höher.
Netscape ab 7.x oder andere Browser mit Einschränkungen verwendbar. - Soundkarte für Tonwiedergabe erforderlich.

www.Ostdeutsches-Forum.net/preussen/ostpreussen
 


Ermland Masuren Natangen / Barten Nadrauen Oberland Samland Schalauen Westpreußen


zur Landsmannschaft Ostpreußen

Ostpreußen
Erleben Sie Tradition
mit Zukunft

zur Preußischen Allgemeinen Zeitung / Das Ostpreußenblatt zum Preußischen Mediendienst

Die Träger des Ostdeutschen Diskussionsforums:

Bund junges Ostpreußen (BJO)

Arbeitsgemeinschaft Junge Gereration im BdV-NRW
Junge Generation
im BdV NRW

Landsmannschaft Ostpreußen
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V.
 
Ostpreußen-TV
über 4,3 Millionen Videoaufrufe

Landsmannschaft Ostpreußen - Landesgruppe NRW

Deutsch / German / allemand English / Englisch français / französisch      

Copyright © 2002-2018  Ostdeutsches Diskussionsforum (ODF)

Stand: 07. Juli 2018

zur Feed-Übersicht