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Horst Seehofer und Petr Necas in Prag: Die Problematik von Vertreibung und Benesch-Dekreten
wurde noch einmal angesprochen. An eine Aufarbeitung des Unrechts ist aber nicht gedacht.

Hat Bayern kapituliert?
von Konrad Badenheuer

Es ist nicht ganz einfach, die als „historisch“ angekündigte Reise von Horst Seehofer nach Prag angemessen zu bewerten. Ganz falsch liegen mit Sicherheit jene, die Seehofer gönnerhaft attestieren, Bayern sei jetzt endlich da, wo der Bund und Sachsen schon lange seien. Anders gesagt: Die CSU hätte nicht so viel Tamtam um die Vertriebenen machen sollen. Bemerkenswert bleibt, wie viele in Deutschland so denken.

Auch die einst konservative „Welt“ findet keinen Halbsatz des Bedauerns dafür, dass – wie sie meint – mit dem Besuch das Anliegen der Aufhebung der Benesch-Dekrete erledigt sei. Einmal abgesehen davon, dass niemand weiß, was die Zukunft bringt, ist die unterkühlte Gleichgültigkeit, mit der diese Aussage gemacht wird, ein interessanter Gradmesser dafür, wie weit die Dominanz einer in Sachen Menschenrechte zynischen politischen Linken heute in Deutschland reicht. Der Untergang einer Volksgruppe mit einst 3,25 Millionen Menschen wird in der „Welt“ ähnlich vermeldet wie ein paar wetterbedingt verspätete Züge – nur um einiges kleiner.

Die „Frankfurter Allgemeine“ hat da einen ganz anderen Ton angeschlagen. Herausgeber Bert-hold Kohler hat das Verhalten Seehofers schroff als „Kapitulation an der Moldau“ kommentiert. Auch er bewertet den Besuch offenbar als einen letzten Akt der politischen Hinnahme der Vertreibung durch die deutsche Politik und damit wohl als das Ende der sudetendeutschen Volksgruppe, nur lässt er daran im Gegensatz zur „Welt“ Kritik erkennen.

Verblüffend, dass die Betroffenen selbst die neueste Wendung in der über 1200-jährigen bayerisch-böhmischen Geschichte so viel positiver bewerten. Bernd Posselt, der Sprecher der Volksgruppe, lobte einen „Durchbruch hin zu mehr Nachbarschaftlichkeit“, bei dem die Sudetendeutschen „eine zentrale Brückenfunktion“ ausübten. Er sprach sich für einen Verständigungsprozess in drei Schritten aus: „Erste Kontaktaufnahme, Vertrauensbildung und letztlich ein Stufenplan der Partnerschaft, der über bloße Nachbarschaft hinausgeht.“ Posselt lobte sogar „die Herzlichkeit“, mit der Premierminister Necas und Außenminister Schwarzenberg die Delegation und auch ihn willkommen geheißen hätten.

Herzlichkeit? Necas Dienstsitz, an dem dieser mit Seehofer – nicht mit Posselt – sprach, hat die Adresse „Edvard-Benesch-Kai 4“. Und der Stufenplan? Die „erste Kontaktaufnahme“ zwischen den gewählten Vertretern der Sudetendeutschen und der tschechischen Regierung gab es 1990. Wie viele Sudetendeutsche leben noch, wenn in diesem Drei-Stufen-Plan auch nur die Stufe 2 erreicht ist?

Sind diese Lobesworte also reiner Zweckoptimismus? Das auch wieder nicht! Posselt kennt bestens die an bizarren Wendungen reiche Geschichte Böhmens, in der immer wieder das vermeintlich Undenkbare doch eingetreten ist. Und er ist ein aufrichtiger Christ, der an Wunder glaubt. Wer könnte etwas dagegen einwenden, wenn diese Haltung mit einer Rhetorik einhergeht, die den Sudetendeutschen politische Mandate sichern kann?

Foto: Horst Seehofer und Petr Necas in Prag: Die Problematik von Vertreibung und Benesch-Dekreten wurde noch einmal angesprochen. An eine Aufarbeitung des Unrechts ist aber nicht gedacht.

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 52/10 v. 31.12.2010


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